Begegnungen,  Isa Hörmann

Schmetterlingseffekt

Ist es wahr, dass das Schlagen der Flügel eines Schmetterlings Teil der Entstehung eines Wirbelsturms auf einem anderen Kontinent sein kann? Ein kurioses Phänomen, welches der Mathematiker und Meteorologe Edward Norton Lorenz erforschte, um eine Erklärung für die Klimaschwankungen unseres Planeten zu finden. Die Kernaussage basiert auf dem Fundament, dass die kleinste Ursache eine große Wirkung erzielen kann. Seitdem streifen Gedanken zu dieser Theorie schier alle Fachrichtungen, sie ermutigen zu ergründen. Fragile Schwingen werden zu den Motoren unseres Verstandes, sie leiten uns und zeigen neue Wege auf, sind sie erst einmal in Fahrt gekommen.

Geschwindigkeit. Leichtigkeit. Ich fühle es. Gerade jetzt.

Was geschieht am anderen Ende der Welt, wenn wir erkennen, unsere Gedanken spinnen und dann handeln? Und wo ist es überhaupt, dieses andere Ende der Welt? Ist es von unserem Standort oder von unserem Standpunkt abhängig? Was möchte ich dorthin transportieren? Soll ich regungslos bleiben, damit ich meine Komfortzone nicht verlassen muss? Oder möchte ich mich von den Fesseln lösen, die mich immer wieder zurückwerfen?

Ich glaube daran, bin zutiefst davon überzeugt, dass es dieses unsichtbare Band gibt, welches uns miteinander vernetzt. Ein Wunderwerk, das wir durch unsere Gedanken, durch das Schlagen unserer Flügel, in Bewegung setzen können. Wir müssen lernen, damit umzugehen. Kleine Schritte, dieser Prozess möchte reifen. Bei einem Streichinstrument muss man auch die Töne zuerst finden, sie sind nicht einfach da, nein, man muss sich lange genug hineinfühlen, zuhören, innehalten, den Bogen auf der Saite ansetzen, um ihn dann mit Gefühl, Liebe und Respekt zu spielen.

Wozu bin ich – sind meine Flügel – fähig, wenn ich sie ausbreite?

Ein Loslassen, bevor Visionen reifen. Überzeugt sein, dass die Wirkung eintreffen wird. Zulassen. Wenn es uns gelingt, die Energie unserer Entscheidungen, unseres Wunschdenkens genug zu wollen – wenn wir wahrhaftig daran glauben – dann kann aus einer kleinen Bewegung eine Begegnung werden, eine Verschmelzung von unfassbarem Wert. So ist es für mich. So sehe ich die Zusammenhänge, die manchmal schwer zu greifen, doch umso deutlicher zu spüren sind. Eine Sprache, die noch nicht in Worten existiert. Ein Mysterium. Ein Feuerwerk der Schöpfung. Kraft und Zärtlichkeit gehören zusammen, sie sind untrennbar. Gedanken möchten gelebt, sie möchten wahrgenommen werden.

Ich laufe mich frei, hatte immer Angst vor dem Sturm, vor den Wellen, die sich hinter mir aufbäumen und tosend auf mich niederschmettern. Heute habe ich keine Angst mehr. Ich blicke zurück, lasse Verletzungen und Zweifel hinter mir. Ich brauche sie nicht. Möchte Farben, Klänge und neue Erfahrungen in mein Leben lassen.

Hey Leben, lass uns eine neue Geschichte schreiben! Leidenschaft, Freude und Glück mögen uns dabei leiten. Erfüllt von dir, das möchte ich sein.

Über Worte und Grenzen hinweg. In eine andere Welt.

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